Mit dem Freikurs „Design & Technik“ in Basel

Im Vitra Schaudepot auf dem Vitra Campus.
Im Vitra Schaudepot auf dem Vitra Campus.

Unter der Leitung von Barbara Bosshard verbrachten die Schülerinnen und Schüler des Freikurses Design & Technik Anfang November ein Wochenende in Basel.

Architekturbüro von Herzog & De Meuron.
Architekturbüro von Herzog & De Meuron.

Bericht von Simon Hoffmann, 4Mz

„Bahnhof Konstanz, Samstagmorgen, 07:00 Uhr.

Rund um den Bahnhof warten einige Wenige auf ihre frühmorgendlichen Züge. Auch die Mitglieder des Freikurses Design unserer Schule trudeln nach und nach ein und begeben sich in ein Café, um den Verlauf des Tages zu besprechen. Bald werden sie sich mitsamt Gepäck auf die Reise machen. Mit der Deutschen Bahn wollen sie sich, immerfort dem Rhein entlang, nach Basel und damit auf eine Reise unter dem Zeichen von Kunst, Design und Architektur aufmachen.

Die Freikursmitglieder verbringen ein Wochenende mit Kunst, Design und Architektur.
Die Freikursmitglieder verbringen ein Wochenende mit Kunst, Design und Architektur.

Bahnhof Konstanz, Sonntagnachmittag, 17:00.

Deutlich geschafft und müde erreicht die Design-Truppe spätnachmittags den Ausgangspunkt ihrer Reise. Wenn auch möglicherweise erschöpft, so sind doch alle Freikurs-Mitglieder um ein Vielfaches an Inspiration und Erfahrung reicher. Einige werden vielleicht den Besuch des aussergewöhnlich beflügelnden Vitra-Campus  (Möbeldesign/ Architektur /Sammlung von Designklassikern)  oder des Cartoon-Museums Revue passieren lassen, andere den Spaziergang im abendlichen Basel oder das Schlendern auf der Herbstmesse und insbesondere auf dem „Hääfelimäärt“ (Kunst-Keramikermarkt). Auf den ersten Blick eventuell müde, werden die Teilnehmer auf den zweiten Blick jedoch mit Sicherheit inspiriert und bereichert in die nächste Woche starten.“

Feuerwehrhaus von Zaha Hadid auf dem Gelände des Vitra Campus.
Feuerwehrhaus von Zaha Hadid auf dem Gelände des Vitra Campus.

Michelle Steinbeck – eine ernsthaft gestörte Autorin?

Gedanken zur Lesung vom 15. Dezember 2016 in der Aula (12:30 bis 13:30) von Manuel Conrad

Zugegeben, Steinbecks Werk ist zumindest gewöhnungsbedürftig: Von einem toten Kind ist darin die Rede, das erst hinter einen Heizkörper geklemmt und schliesslich in einem Koffer verstaut wird, wo es die Erzählerin, einer schröderingerschen Katze gleich, gleichsam tot als lebendig durch den Rest des Textes begleitet. Von einem Vater wird erzählt, der weit entfernt auf einer unbekannten Insel haust und zu welchem die Erzählerin schliesslich im Bauche eines metaphorischen Walfisches gelangt. Gewöhnungsbedürftig, keine Frage.

Doch ist Steinbecks Erstling tatsächlich – wie die Literaturkritikerin Elke Heidenreich im September diesen Jahres im Literaturclub polterte – „grauenhaft, entsetzlich, unehrlich und konstruiert“? Leidet die erst 26-jährige Michelle Steinbeck tatsächlich an einer „ernsthaften Störung“? Oder hat Elke Heidenreich letztlich nur vergessen, dass der Autor seit Ende der 60er-Jahre gemeinhin als tot gilt, seine Intention also nicht nur unerheblich ist, sondern sein Werk gar nicht erst direkt auf ihn zurückgeführt werden kann und darf?

Wer jetzt neugierig geworden ist, sollte die Gelegenheit nutzen und sich anlässlich der Lesung vom Donnerstag, 15.12. um 12:30 selbst ein Bild von Michelle Steinbeck und ihren (grotesken?) Figuren machen – danach soll ein jeder selbst entscheiden, wer (und ob überhaupt jemand) als gestört gelten soll…

419lbg-kezl-_sx303_bo1204203200_Michelle Steinbeck: Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch. Erschienen im Lenos-Verlag.

 

Unsere SO stellt ihre Tätigkeitsbereiche vor

Bericht von Maria Keller, 4Ma

Unsere derzeitige SO setzt sich aus sechs Mitgliedern zusammen: einer Präsidentin, einem Vize-Präsidenten, einer Kassierin, einer Aktuarin, einer Veranstaltungsteamchefin und einem Vize-Veranstaltungsteamchef. In den letzten Jahren haben wir aber gemerkt, dass für uns diese Bezeichnungen keine Rolle spielen, da wir alles miteinander organisieren und die Arbeiten je nach Stärken und Interessen untereinander aufteilen.

Unsere Aufgaben sind äusserst vielfältig, was die SO-Arbeit für uns auch zum Vergnügen macht. Ganz allgemein vertritt die Schülerorganisation Schülerinteressen. Da einzelne Schüler Änderungswünsche bezüglich des Schulalltags oder Ähnlichem nur schwer durchsetzen können, bringen wir als SO solche Anliegen zur Schulleitung und setzen sie,  wenn möglich, um. So z.B. vor zwei Jahren, als etliche Schüler gerne mehr Mikrowellen im Schulhaus gehabt hätten.  Wir konnten die Verantwortlichen überzeugen, die Anzahl der Mikrowellen zu erhöhen.

Eine weitere Aufgabe, die uns jedes Jahr Spass bereitet, ist das Organisieren von kulturellen Anlässen. Dazu gehören beispielsweise Partys ausserhalb der Kanti oder die jährliche Volleyballnacht innerhalb der Kantonsschule. Diese Anlässe werden von der SO mehr oder weniger alleine organisiert. Dazu kommen Anlässe, organisiert von Kulturgruppen, zu denen meist auch ein SO-Mitglied gehört. So haben wir in den letzten zwei Jahren mit Lehrpersonen und Mitarbeitern der KSR bei der Organisation des Sommerfests mitgeholfen. Zu diesen fixen Anlässen kommen kleine Überraschungen, wie das Brötli-Verteilen in der ersten Schulwoche oder das bisher einmalige Organisieren eines Gratis-Glace-Standes vor dem Eingang der Kanti. Solche kleinen Überraschungen dienen hauptsächlich dazu, den Schülern den Schulalltag aufzulockern.

Innerhalb der SO sind wir uns einig, dass uns das Organisieren solcher Anlässe die grösste Freude bereitet. Schlussendlich zeigt schon nur das gute Feedback am Ende einer gelungenen Volleyballnacht, dass es sich lohnt, für eine SO-Sitzung einmal länger in der Schule zu bleiben.

Ein weiterer erwähnenswerter Punkt ist das Mitsprache- und Mitbestimmungsrecht im Konvent. Wir haben als SO das Recht, zu zweit am Konvent teilzunehmen und bei Entscheidungen mit zwei Stimmen pro Kopf mitzubestimmen. Für uns ist es schön zu sehen, dass die Lehrpersonen an unserer Meinung, beziehungsweise der Meinung der Schüler im Allgemeinen, interessiert sind und darauf Rücksicht nehmen.

Wir alle haben uns freiwillig für die SO gemeldet, weshalb wir auch immer mit Motivation und Freude ans Organisieren und Mitwirken herangehen. Langfristig merkt man auch, dass wir durchaus auch wichtige Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen sammeln können, welche uns bestimmt auch im späteren Leben nützlich sein werden. Schlussendlich ist die Zusammenarbeit mit Schulkollegen mehr Spass als Arbeit, weshalb  wir als SO nebst den anderen Schülern auch uns den Schulalltag auflockern.

 

KSR-Delegation in Schweden: European Youth Parliament, Regional Session in Borås 2016

Im September wurde die KSR-Delegation mit Andrina Grimm, Pauline Pralle, Nina Steffen, Michael Widrig, Felix Ritzi und Simon Ritzi an der National Conference des Europäischen Jugendparlaments (EYP) in Genf für die schwedische Session in Borås selektioniert.

Bericht von Melanie Burger und den Delegates

Unsere Delegates vertreten die Schweiz.
Unsere Delegates vertreten die Schweiz.

Nach grosser Vorfreude flog die Gruppe schliesslich, gemeinsam mit Geschichtslehrerin Melanie Burger, am 17. November nach Göteborg, um am nächsten Tag nach Borås weiterzureisen. Schon Wochen vor dieser regionalen Session wurden die Delegates verschiedenen Komitees und politischen Themen zugeteilt. So begannen die Vorbereitungen bereits vor der Abreise mit Einlesen und Recherchieren.

Eröffnungssession in Boras, Schweden.
Eröffnungssession in Boras, Schweden.

Am ersten Tag der Session stand Team Building auf dem Programm – mit Spielen und Aufgaben lernten die Gruppenmitglieder miteinander zu diskutieren und Lösungswege zu kreieren. Am zweiten Tag verhandelten sie ihre politischen Themen: Resolutionen wurden formuliert, Reden geschrieben und die anderen Themen der Komitees kritisch untersucht. Auch wenn bis spätnachts gearbeitet wurde, versammelten sich alle motiviert für die General Assembly am letzten Tag, um die Resolutionen zu diskutierten. Nach einer weiteren Übernachtung in Göteborg trat die Gruppe schliesslich am 21. November sehr müde, aber überaus glücklich die Rückreise nach Zürich an.

Hier berichten die Delegates über ihre Eindrücke und Arbeit in den Komitees:

Ich war im Committee on Climate Change (CLIM) und wir beschäftigten uns vor und während der Session mit dem Übereinkommen von Paris (Paris Agreement) und wie die EU ihren Mitgliedstaaten und auch global helfen kann, dieses umzusetzen. Das Ziel dieses Abkommens ist, die globale Durchschnittstemperatur bis zum Ende dieses Jahrhunderts unter 2°C über der präindustriellen Durchschnittstemperatur zu halten. Wir sind zum Schluss gekommen, dass das Paris Agreement in seiner jetzigen Form nicht ausreicht, und haben deshalb weitere Massnahmen vorgeschlagen. Diese umfassen beispielsweise die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsstaaten und den Ausbau des Green Climate Fund und der Global Climate Change Alliance (GCCA), mit deren Hilfe sogenannte „developing countries“ ihre technologischen und ökonomischen Rückstände ausgleichen können.
Um zu diesen Lösungen zu kommen, haben wir zuerst nach den Problemen gesucht und diese in sogenannte Introductory Clauses (IC) formuliert. Anschliessend haben wir zu diesen Problemen Lösungen gefunden, die wir Operation Clauses (OC) nennen. Diese machen den Hauptteil der Motion for Resolution aus. An der General Assembly (GA) wurde dann über diese Motion for Resolution abgestimmt, diskutiert und debattiert und erfreulicherweise wurde sie vom European Youth Parliament angenommen! Nina Steffen

Nina Steffen
Nina Steffen

An der Regional Session in Borås, Schweden bearbeitete ich die Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP) mit vier anderen Delegierten. Die Fragestellung bezog sich auf die Gefahr von Änderungen von EU-Bestimmungen über Lebensmittelsicherheit, da die USA tiefere Standards in diesem Bereich haben. Unsere Lösung war, sicherzustellen, dass die EU-Bestimmungen dazu beibehalten werden und dass importierte Lebensmittelprodukte ebenfalls diesen Bestimmungen entsprechen müssen. Unsere Resolution wurde an der Generalversammlung angenommen, was mich sehr freute. Felix Ritzi

Felix Ritzi
Felix Ritzi

An den Regional Sessions des EYP in Borås war ich im FEMM-Komitee (Committee on women’s rights and gender equality). Wir beschäftigten uns mit der Problematik von sexuellen Übergriffen und Diskriminierung von weiblichen Flüchtlingen, welches ein mit der momentanen Flüchtlingssituation leider allzu präsentes, gravierendes Problem ist. Unsere Aufgabe war, die Situation eben jener Flüchtlingsfrauen zu verbessern, sowohl auf ihrer Reise in europäische Länder als auch in ihrem Ankunftsland. Zu diesem Zweck schlugen wir vor, weibliche Flüchtlinge, welche sich oftmals ihrer Rechte in Europa nicht bewusst sind, da diese sich sehr von jenen in ihren Herkunftsländern unterscheiden können, getrennt über ihre Rechte aufzuklären. Wir wollten auch Anlaufstellen für von Übergriffen traumatisierte Flüchtlingsfrauen schaffen, um ihnen bestmöglich Hilfestellung zu leisten. Des Weiteren waren wir für eine verstärkte Kooperation der EU-Staaten, den Herkunftsländern und NGO’s (Non-governmental organisations), um den Reiseweg sicherer zu machen und eine allgemeine Aufklärung des europäischen Volkes über die Situation der weiblichen Flüchtlinge zu gewährleisten und um Verständnis und den kulturellen und sozialen Austausch mit der heimischen Bevölkerung zu fördern. Zu meiner grossen Freude wurde unsere Resolution an der Generalversammlung mit einer grossen Mehrheit angenommen. Michael Widrig

Michael Widrig
Michael Widrig

An der Regional Session Sweden West war ich Teil des AFCO Komitees, welches sich mit der Frage beschäftigte, wie die EU gegen die niedrigen Wählerquoten, die sinkende Beteiligung der Bürger und deren wachsendem EU Skeptizismus vorgehen soll. Wir haben uns am Freitag im Team Building kennen gelernt und gelernt, wie wir gemeinsam arbeiten und diskutieren können. Am Samstag haben wir uns dann an die Arbeit gemacht, um Probleme und Lösungen für unser Komitee-Thema zu suchen und zu finden. Es war nicht immer leicht einen Kompromiss zu finden, der für alle annehmbar war, doch schlussendlich haben wir eine Resolution ausgearbeitet, mit der wir alle einverstanden und zufrieden waren. Sonntags ging es darum, unsere Resolution im General Assembly vorzustellen, zu verteidigen und darüber abzustimmen. Unsere Resolution beinhaltete unter anderem das vermehrte Einbeziehen der EU-Bürger in politische Aktivitäten, sowie das Vereinfachen des Wahlprozesses für Gruppen, die im momentanen Wahlprozess benachteiligt sind. Es hat mir auch dieses Mal wieder sehr viel Spass gemacht, am EYP teilzunehmen. Pauline Pralle

Pauline Pralle
Pauline Pralle

The regional Session of West Sweden in Borås started with the Opening Ceremony. After walking to the accommodation where we did team building activities in our committees. Mine was called CULT. It was about Culture and Education. Our topic was about eLearning. We had to discuss the question of how far the EU should do something about integrating the eLearning in the education systems of the member states. We had some very interesting discussions and debated over various methods to solve the problems. While team building was fun, loud and creative, the committee work was heated, intense but also fun. In the General Assembly, our Resolution got attacked, defended and debated. In the end with 24 for, 19 against and 1 abstention, our resolution was accepted. We were delighted that our hard work had paid off. With the closing ceremony and some emotional speeches, the Regional Session sadly came to an end. Andrina Grimm

Andrina Grimm
Andrina Grimm

An der Regional Session von EYP in Borås, Schweden behandelte ich mit fünf anderen Delegierten die Problematik des Fracking. Die Frage lautete, wie die EU sich im Bezug auf das Fracking verhalten sollte. Dabei mussten wir verschiedene Faktoren miteinbeziehen. Zum Beispiel die Energiesicherheit Europas und Europas Abhängigkeit von Russland im Bezug auf das Erdgas. Die Resolution, die wir während zwei Tagen erarbeitet hatten, wurde an der Generalversammlung leider nicht angenommen. Simon Ritzi

Simon Ritzi
Simon Ritzi
General Assembly als Abschluss der Session.
General Assembly als Abschluss der Session.