National Selection Conference of the European Youth Parliament in Luzern

Nicolas Rutz und Raoul Klein

Vom 30. August bis zum 4. September nahm eine Zweier-Delegation unserer Schule an der «National Conference» des Europäischen Jugendparlaments (EYP) in Luzern teil.
Die Delegates Raoul Klein und Nicolas Rutz arbeiteten in Komitees an diversen aktuellen politischen Themen. Die kreierten Resolutionen wurden an den letzten beiden Tagen an der «General Assembly» präsentiert und intensiv diskutiert.
Nicolas und Raoul haben unsere Schule in Luzern hervorragend vertreten. Die nächste Reise geht nach Portugal, wo Raoul an der National Selection Conference für die Schweiz antreten wird. Herzliche Gratulation!

Zu Besuch bei DUCK und DESY

Bericht von Stefan Sigrist

Viele kennen Geschichten von Donald Duck und Daisy, aber in diesem Sommer 2018 begegneten die Schülerinnen und Schüler des Schwerpunktfaches PHAM auf der Studienreise in Hamburg unvermittelt Duckdalben und DESY.

Das Reiseprogramm: Besichtigung der Stadt mit Hafen, Elbphilharmonie, Besuch des deutschen Klimarechenzentrums, Werksbesichtigung bei Airbus, Fahrt durch die Containerterminals im Hafen, Besuch des DESY und Rückreise. Darüber hinaus viele verschiedene Sinneseindrücke, Begegnungen mit Menschen und Geschichten.

Das Hotel im Zentrum gelegen, zwischen zwei dreispurigen Einbahnstrassen, mit knapp 2000 Betten bietet vielen verschiedenen Menschen ein Zimmer. Bei der Ankunft checkten etliche Gruppen ein, bei denen eine junge Frau oder ein junger Mann den Abschied vom Ledig-Sein feierten. Als wir am Sonntagmorgen früh zum Fischmarkt aufbrachen, kehrten diese gerade aus der Stadt zurück. Hamburg, eine Stadt, die nicht schläft.
Die Elbphilharmonie, das neue Konzertzentrum, imponierte. Es beeindruckte, wenn sich die Fassaden der Speicherstadt, das Wasser, das Licht in dem grossen Bauwerk spiegelten und wenn man von der Plaza aus 27 Meter Höhe auf die Elbe schaute. Bereits am Vormittag wimmelte es von Menschen, die mit der gewundenen Rolltreppe zur Plaza hinauffuhren.

Was ist der Unterschied zwischen Klima und Wetter? Mit einer Einführung in die Thematik und der Vorstellung eines Klimamodells begann die Führung im Deutschen Klimarechenzentrum. Unvorstellbar schnell führt der Rechner des DKRZ die Berechnungen von Klimamodellen durch, die trotzdem wochenlang grosse Teiler des Rechners beanspruchen. Ein grosser Teil der Daten, die archiviert sind, wurden in den letzten beiden Jahren generiert.

Bereits vom Elbufer bei Blankenese sahen wir das Werksgelände von Airbus. Im Schnitt wird täglich ein neuer Airbus vom Typ A320 nach neunmonatiger Bauzeit ausgeliefert. Bei der Führung durch einen Werkspiloten wurden verschiedene Arbeitsplätze besichtigt. Der Vergleich zwischen einem A380 und einem A320 beeindruckte, stand doch der A320 unter der Tragfläche des A380 in der Werkshalle. Während der Führung wurde erklärt, wieso die Mobiltelefone beim Flug ausgeschaltet sein müssen, wie die Tests eines fabrikneuen Airbus vor der Auslieferung ablaufen, wie eine Auslieferung abläuft und vieles mehr.

Bei der Fahrt durch die verschiedenen Containerterminals des Hamburger Hafens wurde deutlich, wie viele Waren heute per Container transportiert werden. Die Liegezeiten grosser Containerschiffe ist kurz, oftmals bleiben die Schiffe nur einen knappen Tag im Hafen. Die Seeleute können das Hafenareal nicht verlassen. Die nordelbische Kirche führt deswegen mitten im Hafen den Duckdalben. Ein Ort, an dem Seemänner die Möglichkeit haben, Telefonate zu führen, auszuspannen, zur Ruhe zu kommen, bevor die Reise auf einem der Schiffe weitergeht. Diese Führung zeigte einerseits einen hochtechnisierten Hafen, andererseits wurden auch die Arbeitsbedingungen der Seeleute angesprochen.

Der Besuch des Deutschen Elektronen Synchrotrons (DESY) stand am Schluss der Studienreise. Nach dem einführenden Vortrag über die Anlage fand die Besichtigung des HERA-Teilchenbeschleunigers statt. Der Ring mit einer Länge von über 6 km befindet sich in einer Tiefe von 27m unter der Stadt. Die Magneten, die die Teilchen ablenken, die Quadrupolmagnete, die den Teilchenstahl fokussieren und die Resonatoren, die die Teilchen beschleunigen, wurden in der Anlage gezeigt. Im Betrieb werden grosse Magnete auf 4 Kelvin mit Hilfe von Helium abgekühlt, die Materialien der Spulen werden supraleitend, erst jetzt können die notwendigen Ströme fliessen. Nicht nur die Anlage war beeindruckend, auch der Referent mit seinem Redefluss forderte eine grosse Aufmerksamkeit der Teilnehmer.

In vier Tag kann man einiges in Hamburg sehen. Zu behaupten, die Stadt nun zu kennen, wäre vermessen. Wer weiss, vielleicht begegnet der eine oder andere bei einem nächsten Besuch auch noch Gustav oder den Panzerknackern.

Teilnehmende (siehe Foto): Heinz Hoffmann (Leitung), Kevin Küng, Tim Fischer, Axel Vanoni, Severin Heinrich, Leandra Willi, Janis Zillig, Baris Turker, Anika Karathanasis, Stefan Sigrist (Leitung), Fabienne Sigrist (Begleitung)

«Mach es fertig, bevor es dich fertig macht!»

Beitrag von Regula Zoller, Lehrerin für Wirtschaft und Recht

«ES» – damit ist die Steuererklärung gemeint. Muss man als Kantischülerin bzw. Kantischüler überhaupt eine Steuererklärung ausfüllen? Und wenn ja, wie geht das? Spätestens im letzten Schuljahr sind unsere Schülerinnen und Schüler mit diesen Fragen konfrontiert. In einem solchen Fall ist es praktisch, wenn eine Fachperson Auskunft gibt. Den Schülerinnen und Schülern des Schwerpunktfachkurses Wirtschaft und Recht beantwortete Herr Olivier Margraf, Leiter der Rechtsabteilung der Steuerverwaltung Thurgau, diese Fragen direkt. Die Antwort des Fachmanns lautete: „Ja, auch Schülerinnen und Schüler, die noch kein regelmässiges Einkommen erzielen, sind verpflichtet, eine Steuererklärung auszufüllen.“
Mit Hilfe von efisc und einem fiktiven Fallbeispiel haben die Schülerinnen und Schüler online eine Steuererklärung ausgefüllt.
Im Verlauf des Referats haben die Schülerinnen und Schüler zudem erfahren, wie das Schweizer Steuersystem funktioniert (www.steuern-easy.ch), wie Grosskonzerne versuchen ihre Steuern zu optimieren, wie der Steuerwettbewerb unter den Kantonen aktuell aussieht und wie der Bundesrat momentan versucht, mit der «Steuervorlage 17» die Folgen für die an der Urne gescheiterte USR III aufzufangen. Seit einigen Jahren steht die Schweiz mit ihrem Unternehmenssteuerrecht unter massivem internationalen Druck. Passend zu dieser Feststellung verwendete Herr Margraf abschliessend das Bild: Viele dunkle Wolken am Horizont prägen die steuerpolitische Grosswetterlage in der Schweiz.

Volleyballnacht 2017 – ein Rückblick der SO

Am 22. Dezember 2017 war es wieder soweit. Wir haben zur traditionellen Volleyballnacht in die Kanti-Sporthalle eingeladen. 34 Teams haben sich in ihren Volleyballkünsten gemessen, doch wie jedes Jahr konnte es nur einen Sieger geben. Am 22. Dezember war dies das Ehemaligenteam „Blockwürste“, das als glücklicher Gewinner eines Pizzagutscheines die Halle wieder verlassen hat. Herzliche Gratulation!

Blockwürste

Wir hoffen, dass euch die Volleyballnacht gefallen hat, und wir haben uns über die ausgelassene Stimmung sehr gefreut. Toll, dass sich zwei Tage vor Weihnachten und nach dem ganzen Prüfungsstress so viele Teams angemeldet haben. Ohne euch würde der Anlass nicht zu Stande kommen. Ebenfalls danken möchten wir auch dem Frontoffice, dem Hausdienst sowie dem Mensateam, die uns alle tatkräftig unterstützt haben.

Wir wünschen allen ein gutes neues Jahr und freuen uns auf weitere Events im 2018.

Eure SO

Quasimodo liebt Esmeralda, aber… Der Glöckner von Notre-Dame an der Kanti Romanshorn

Text von Samuel Joss

Am 17.11.2017 wurde Notre-Dame de Paris des grossen Victor Hugo an der Kanti Romanshorn aufgeführt. Viele kennen die charakteristischen Figuren des Romans aus den verschiedenen Filmen, die es über diese mittelalterliche Geschichte gibt. Der bucklige Quasimodo verguckt sich in die rassige Esmeralda, aber er ist nicht der einzige: da ist noch sein Ziehvater, der Pfarrer, und ein Offizier mit glänzender Uniform.

Wie bringt man aber einen Roman mit über 700 Seiten in weniger als zwei Stunden auf eine Theaterbühne?

Die qualitativ sehr hochstehende Inszenierung wählt maskierte Figuren, welche im Stil der commedia dell’arte als gargouilles, wie die koboldhaften Statuen auf der Kathedrale in Paris, erzählerisch und interpretatorisch die Handlung begleiten und dramatisieren – ein sehr gelungener dramaturgischer Trick. Der Raum wird mittels zweier fahrbarer Baugerüste unterteilt und in die Höhe gezogen. So entstehen Häuser, ein Gefängnis, eine Kathedrale und ein Schafott.

Bühnenbild in der AulaDer Glöckner von Notre Dame III

Die Schülerinnen und Schüler der Kanti kannten die Geschichte aus dem Unterricht, und phasenweise war die Spannung förmlich greifbar: Küsst der Pfarrer nun die Esmeralda, oder nicht? Wird der Folterknecht wirklich die Schrauben anziehen?

In der abschliessenden Szene hält Quasimodo zärtlich die Esmeralda im Arm, aber sie sind beide tot. Traurig war die Aufführung trotzdem nicht, denn auch das Groteske des Originaltextes, die himmelschreienden Gegensätze und Übertreibungen, wurden verständlich dargestellt, sodass zahlreiche Lacher garantiert waren. So wurde auch der Austausch zwischen Darstellern und Publikum, der das Theater so spannend macht und vom Film unterscheidet, direkt erlebbar.

Der Glöckner von Notre Dame I

Die Truppe des «TNT Theatre» aus England hat seit 1980 in über 30 Ländern gespielt und gastiert regelmässig auch in der Schweiz, mit sowohl französischsprachigen als auch englischsprachigen Produktionen. Die französischen Schauspielerinnen und Schauspieler dieser Produktion haben renommierte Theaterausbildungen absolviert und sind teilweise auch beim Film tätig.

Aus Romanshorn sagen wir Merci und à très bientôt!

Truppe des TNT

Besuch des Musicals „Anna Göldi“

Text von Jasmin Müller, 3Mc

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Am 20. September unternahm die Klasse 3Mc im Rahmen des Deutschunterrichts eine Exkursion nach Schaffhausen, um das Musical „Anna Göldi“ zu besuchen. Zuvor hatte die Klasse den Roman „Anna Göldin – die letzte Hexe“ im Unterricht gelesen und stellte einige Erwartungen über die Aufführung in den Raum. Am meisten diskutierten die Schülerinnen und Schüler, wie Masha Karrell als Anna Göldi ihre Rolle darstellen und wie sie überhaupt aussehen würde. Schlussendlich überzeugte die junge Frau mit ihrem schauspielerischen Können, auch wenn die Schülerinnen und Schüler sie sich teilweise anders vorgestellt hatten. Ausserdem stellte sich überraschenderweise heraus, dass sich die Macher des Musicals gar nicht an dem Roman von Eveline Hasler orientierten.
Der Ort, in dem das Musical stattfand, war eine alte Fabrikhalle, was eine interessante Atmosphäre schuf, und sie lag gleich oben am Rheinfall. So konnten die Besucher vor und nach der Aufführung die schöne Aussicht geniessen.

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Schülerinnen und Schüler übernehmen die Schule: Verkehrte Welt an der Kantonsschule Romanshorn

Ganz so verkehrt, wie es der Titel vorgaukelt, war die Welt an der Kantonsschule Romanshorn an jenem 14. September denn allerdings auch nicht: Während sich Schulleitung, Lehrkräfte und Mitarbeiter der Kanti zur Klausur in die Innerschweiz zurückzogen, lag die organisatorische Verantwortung  zwar für einmal ganz in den Händen der Schülerinnen und Schüler, die aber – und zumindest hier blieb alles beim Alten – wiederum Schülerinnen und Schüler unterrichteten. Klingt kompliziert? Nun, so ganz einfach gestaltete sich so ein ganz normaler Schultag denn auch nicht für alle…

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Ein Beitrag von Manuel Conrad; Interviews Ramona Diethelm (3Fb)

 

 

Zumindest die Grundidee war simpel: Sämtliche Funktionen wurden an diesem Tag von Schülerinnen und Schülern ausgeübt – vom Hausdienst über Lehrpersonen und Schulleitung bis hin zu den Schülern. Wer also schon lange einmal wissen wollte, wie sich ein Leben als Prorektor oder Mathematiklehrer anfühlt, der hatte an diesem Tag die Möglichkeit, dieser und anderen Fragen auf den Grund zu gehen.

Kopierer

Wie funktionieren diese Kopierer schon wieder? Auch dies eine Frage, die sich im Laufe des Tages hoffentlich klärte…

 

Um den neuen Lehrpersonen einen gewissen Wissensvorsprung gegenüber ihren Klassen zu verschaffen, sollten die dritten Klassen die Erst- und Zweitklässler unterrichten. Sie waren denn auch die Einzigen, die ihre angestammte Rolle an diesem Tag behalten sollten. Oder durften. Oder mussten. Wie die Junglehrerinnen und Lehrer diesen Tag erlebt haben, schilderten sie einem hauseigenen Journalistenteam, welches die Interviews entsprechend aufbereitet hat:

Hinweis: Das Journalistenteam verfügte über einen selbst angefertigten Fragenkatalog. Das heisst, den Schülerinnen, Schülern, Lehrpersonen etc. haben wir meistens dieselben Fragen gestellt. Die Fragen haben wir aber extra so ausgelegt, dass ganz verschiedene und individuelle Antworten daraus folgen konnten.

C.Z. (3M) unterrichtete die 1Mcz in Mathematik:

Was gefällt dir an der Mathematik so gut?

Mathematik fällt mir im Allgemeinen nicht schwer und ich löse auch gerne Aufgaben mit Zahlen.

Wie hast du dich auf den Unterricht vorbereitet?

Ich habe mit dem zuständigen Klassenlehrer die Lektion besprochen. Er hat mir Tipps gegeben und gesagt, welchen Schulstoff ich mit den Schülern durchnehmen muss. Anhand von einer Planungstabelle habe ich den Unterricht dann vorbereitet.

Was wolltest du unbedingt besser machen als die „echten“ Kantilehrpersonen?

(Lacht) Ich wollte den Schülern den Stoff besser erklären, damit sie ihn auch wirklich verstehen.

Welche Lehrperson unterrichtet deiner Meinung nach am besten und warum?

Wirtschaft und Recht ist super. Die Lehrperson macht viele Alltagsbeispiele und die kommen einem dann bei den Prüfungsaufgaben wieder in den Sinn.

Was glaubst du, ist die grösste Herausforderung am Lehrersein?

Ich denke, die grösste Herausforderung ist, die Klasse im Griff zu haben. (lacht)

Kannst du dir vorstellen, einmal selbst Lehrerin zu werden?

Vielleicht Sportlehrerin, aber sonst nicht.

Dein persönliches Fazit zum Verkehrte-Welt-Tag:

Ich fand es eine gute Erfahrung mit den Schülern und ich würde es sofort wieder machen. Von einigen Lehrpersonen habe ich aber auch gehört, dass bestimmte Klassen richtig schlimm waren und alles ein wenig durcheinandergebracht haben. Im Grossen und Ganzen lief es aber gut.

 

J.S (3M) unterrichtete die 2Mc in BG:

Was gefällt dir an BG so gut?

Kunst ist meine Leidenschaft. Ich mache es einfach gerne und möchte dies später einmal studieren. Ich finde es auch sehr spannend, den Schülern etwas beibringen zu können, und ein Stück weit ist es auch eine Art Selbsttest, ob man überhaupt zum Erklären und Lehren taugt.

Wie hast du dich auf den Unterricht vorbereitet?

Zuerst habe ich nach Ideen gesucht und schliesslich eine gefunden, die ich selbst als Schülerin gerne umgesetzt hätte. Ich wollte, dass die Schüler Spass an meinem Unterricht haben und den Auftrag toll finden. Zudem sollten sie etwas lernen, dass sie später im Unterricht wieder anwenden können. Für die Vorbereitung des Naturstudiums habe ich etwa eineinhalb Stunden gebraucht, bis ich alles aufgestellt hatte und das Licht so platziert war, dass es ein interessantes Stillleben hergibt.

Was wolltest du unbedingt besser machen als die „echten“ Kantilehrpersonen?

Ich wollte die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler ein wenig auflockern, also dass mich die Schüler duzen können und ein kollegialer Umgang untereinander stattfindet. Ich wollte auch, dass die Schüler keinen Stress oder gar Angst vor mir haben. Mit meiner Hilfe und Unterstützung sollte es ihnen selbst möglich sein, Erkenntnisse im Zeichnen zu sammeln und zu erfahren.

Welche Lehrperson unterrichtet deiner Meinung nach am besten und warum?

(Überlegt lange) Ich weiss es nicht. Ich habe fast alle meine Lehrer und Lehrerinnen sehr gerne.

Was glaubst du, ist die grösste Herausforderung am Lehrersein?

Wenn man Schüler in der Klasse hat, die einen nicht ernst nehmen, nicht aufpassen und nicht mitarbeiten. Als Lehrer muss man dann versuchen ruhig zu bleiben. Am schlimmsten ist aber schon, wenn die Schüler nicht mitarbeiten wollen, denn das nervt nicht nur, sondern es macht einen auch traurig, weil man sich so viel Mühe für die Vorbereitung gegeben hat und man eigentlich hoffte, dass es den Schülern gefallen wird.

Kannst du dir vorstellen, einmal selbst Lehrerin zu werden?

Puh, das ist schwierig, zu sagen. Ich hatte bisher nur eine Lektion und ich wüsste nicht, wie es nach dem Unterrichten mehrerer Lektionen aussehen würde. Wenn die Schüler aber gut mitarbeiten, selbst wenn BG nicht ihre Stärke ist, dann könnte ich es mir schon vorstellen.

Dein persönliches Fazit zum Verkehrte-Welt-Tag:

Ich finde den Tag sehr cool, einfach um einmal zu erfahren, was Lehrer alles machen müssen und wie ihr Leben so aussieht. Durch das eigene Unterrichten kann ich die Lehrer und ihr Verhalten jetzt viel besser verstehen und nachvollziehen. Allgemein betrachtet, finde ich solche Sondertage von Seiten der Schule immer sehr spannend und auch der Verkehrte-Welt-Tag war meiner Meinung nach eine gute Idee.

Stillleben

Bildnerisches Gestalten: Lektion zum Thema Stillleben

 

G.G. (3M) arbeitete in der Mediothek:

Warum wolltest du unbedingt in die Mediothek arbeiten gehen?

Ich dachte, es würde lustig sein (lacht) und es ist halt eine neue Erfahrung, die man dabei macht. Ausserdem wollte ich nicht unterrichten, sondern die Schüler bei Medienfragen beraten.

Interessierst du dich auch in deiner Freizeit für Bücher, Filme, Zeitschriften etc.? Und wenn „ja“, für welche Themenbereiche?

Ja, ich schaue mir viele Serien und Filme an und wenn ich Lust habe, dann lese ich auch etwas. Auf den Themenbereich kommt es mir dabei nicht an; Hauptsache es ist spannend.

In einer digitalisierten Welt: Würdest du am liebsten nur noch alles auf Tablet, Laptop und Handy haben oder vermisst du ab und zu auch das gute alte Papier der Bücher?

Ja, ich vermisse das Papier auf jeden Fall, denn die Lehrer haben jetzt alles auf OneNote und das finde ich überhaupt nicht toll. Sie sagen den Schülern dann nur noch: „Da ist es“, und mehr kommt von ihrer Seite nicht.

Ist es nicht ein bisschen langweilig in der Mediothek?

Wenn es keine Arbeit gibt, dann ja; aber sonst nicht.

 

N.M. (3M) unterrichtete die 2Ma in Geografie:

Was gefällt die an Geografie so gut?

Das ist eine gute Frage. Ich habe eigentlich nicht wirklich ein Lieblingsfach und mir deshalb dann überlegt, welche Fächer zum Unterrichten spannend wären. Beim Eintragen für den Verkehrte-Welt-Tag habe ich einfach Biologie, Chemie, Biologie/Chemie und Geografie angegeben und es war dann im Grunde genommen Zufall, dass ich dann wirklich Geografie zugeteilt bekam. Da ich später einmal Lehrerin werden möchte und gerne anderen etwas erkläre, habe ich mir gedacht, dass Geografie sicher ein gutes Fach dafür ist.

Wie hast du dich auf den Unterricht vorbereitet?

Das war eigentlich eine ganz normale Lehrervorbereitung. Ich hatte das Glück, dass die Lehrperson mir die Blätter und die Power-Point schon gegeben hatte, so musste ich einfach noch den Vortrag lernen und den Stoff aufarbeiten, damit ich kompetent „rüberkomme“ und den Schülern auch alles erklären kann. Ich denke, es war noch nicht so, wie es dann ein wirklicher Lehrer machen müsste, aber es ging schon in diese Richtung.

Was wolltest du unbedingt besser machen als die „echten“ Kantilehrpersonen?

Ich wollte den Unterricht lockerer gestalten, also dass mir die Schüler „du“ sagen können und sich mit ihrem Banknachbar auch austauschen dürfen. Ich finde den Frontalunterricht grundsätzlich schon gut, aber die Schüler sitzen dabei halt einfach 45 Minuten nur da und schlafen fast ein; das ist nicht so ideal.

Welche Lehrperson unterrichtet deiner Meinung nach am besten und warum?

Meine Französischlehrperson gestaltet die Lektionen sehr abwechslungsreich und lässt die Schüler manchmal auch Umfragen mit dem Handy machen. Sie legt auch viel Wert auf spielerische Einheiten. Ihr grosses Pech ist einfach, dass sie Französisch als Fach hat (zu mindestens in unserer Klasse) und dass die Schüler dann halt schon im Vorfeld eine Abneigung gegen die französische Grammatik haben. Aber man kann Französisch nicht anders unterrichten, als sie es bereits tut, also mit viel Abwechslung, Einzelarbeit und Selbstbestimmung. Meine Geografielehrperson macht es aber auch gut. Bei ihr habe ich einfach das Gefühl, dass die Schüler zuhören und bei anderen Lehrpersonen ist es eher so, dass sie die Klasse nicht immer ganz im Griff haben.

Was glaubst du, ist die grösste Herausforderung am Lehrersein?

Ich denke, am schwierigsten ist, dass die Schüler den Respekt vor einem behalten. Wenn man einmal unten durch ist und die Schüler merken, dass sie mit der Lehrperson machen können, was sie wollen, dann hat man verloren als Lehrer.

Dein persönliches Fazit zum Verkehrte-Welt-Tag:

Ich bin überrascht davon, wie gut meine Klasse zugehört und mitgemacht hat. Zuerst dachte ich nämlich, das wird ein Riesen-Chaos. Ich weiss nicht, ob es an mir oder an meiner Klasse lag, dass sie überhaupt so gut mitgearbeitet haben; aber ich fand den Verkehrte-Welt-Tag eine coole Sache, vor allem für die, welche später wirklich einmal Lehrer werden möchten, und es ist sicher auch lustig für die Schüler, wenn da einfach einmal kein Lehrer vorne steht, sondern ein Drittklässler.

 

A.S. (3M) unterrichtete die 2Mc in Geografie:

Was gefällt die an Geografie so gut?

Mir gefällt Geografie, weil man dabei etwas über die Welt, Bevölkerung, Kultur, Naturkatastrophen und auch die Plattentektonik lernt.

Was wolltest du unbedingt besser machen als die „echten“ Kantilehrpersonen?

Dass die Schüler, welche zu spät kommen, nicht vom Unterricht ausgeschlossen werden. (lacht)

Welche Lehrperson unterrichtet deiner Meinung nach am besten und warum?

Ich kann das nicht genau beurteilen, weil jede Lehrperson unterrichtet auf ihre Weise gut. Die Geografielektionen finde ich aber sehr spannend. Man versteht alles  und die Lehrperson ist auch streng. Allgemein kann man aber davon ausgehen, dass man immer die Lehrpersonen automatisch mag, die auch das Lieblingsfach von einem unterrichten. Unsere Französischlehrperson ist meiner Meinung nach auch eine sehr gute Lehrperson, denn sie gibt sich sehr viel Mühe für die Vorbereitung der Lektionen und wählt jeweils ganz verschiedene Themen. Zudem arbeitet sie nicht nur mit den Lehrbüchern, sondern behandelt auch anderen Stoff aus externen Quellen mit uns Schülern.

Was glaubst du, ist die grösste Herausforderung am Lehrersein?

Dass man streng ist, die Schüler einem aber trotzdem mögen und dass man alles weiss.

Kannst du dir vorstellen, einmal selbst Lehrerin zu werden?

Nein, niemals. Ich habe durch diese Unterrichtslektion gemerkt, dass mich dieser Beruf gar nicht interessiert und ich auch nicht zu den Menschen gehöre, die das können. Man muss die Klasse gut im Griff haben, muss auf Zeitmanagement achten und die Lektionen ausreichend vorbereiten und das alles ist einfach nichts für mich. Vor allem aber muss man mit der Klasse gut auskommen und dabei auch noch möglichst jeden aus der Klasse versuchen gleich zu behandeln. Das ist schwer, wie ich finde.

Dein persönliches Fazit zum Verkehrte-Welt-Tag:

Dass ich niemals Lehrerin werde. (lacht) Man merkt halt, dass die Schüler heute viel lauter waren als sonst und auch nicht so viel Respekt an den Tag gelegt haben, selbst ausserhalb der Schulzimmer nicht.

 

Meine eigenen Erfahrungen bezüglich des Unterrichtens:

Zusammen mit R.K. (3M) unterrichtete ich die 1Mdz in Deutsch und bevor ich jetzt unsere Lektion auseinander nehme, möchte ich ein dickes Lob an die Klasse aussprechen. Ihr habt wirklich sehr gut mitgearbeitet, wart konzentriert bei der Sache und wir konnten viel zusammen lachen, das fanden sowohl R. als auch ich mega toll und respektvoll von euch.

Nun aber zu uns Lehrpersonen: Beim Fazit der Lektion sind wir uns beide einig gewesen. Wir hatten uns mächtig in der Zeit verschätzt, wie die Schüler vielleicht selbst bemerkt haben. Die Zeit korrekt einzuteilen, ist eine echte Herausforderung für jede Lehrperson. So waren wir bereits nach 20 Minuten mit unserer vorbereiteten Power-Point-Präsentation zu den Nomen fertig und mussten improvisieren. Glücklicherweise hatte R. ihr altes Deutschbuch dabei und wir konnten daraus Übungen mit der Klasse lösen. Es ist auch sehr schwer, dass man sich als Lehrer keine Unsicherheiten anmerken lässt. Natürlich konnten wir die Nomen und grundsätzlich war der Stoff auch nicht wirklich schwer, aber manchmal kamen in unseren Übungen dann Grenzfälle vor, die sehr schwer zu erklären waren oder bei denen wir manchmal sogar selbst länger überlegen mussten, was jetzt genau Sache ist. Wir beide sind der Meinung, dass gutes und vor allem verständliches Erklären eine echte Kunst ist, die vor allem mir nicht gegeben ist. Eine weitere Herausforderung unserer Meinung nach ist, dass man die Schüler zum Mitmachen auffordern will, sie aber gleichzeitig zu nichts zwingen oder sie gar blossstellen möchte. Beim Thema Aufhalten im Unterricht haben wir all das angewandt, was uns schon selbst widerfahren war: Also der Reihe nach, jede Personen einfach einmal aufrufen oder nur die drannehmen, die auch wirklich aufhalten. Letztendlich war es eine ziemlich komplizierte Sache, denn manchen sah man es direkt ins Gesicht geschrieben, dass sie das Drankommen fürchteten und lieber in Ruhe gelassen werden wollten. Auch eine ziemlich beklemmende Situation ist natürlich, wenn gar niemand aus der Schülerschaft antworten möchte, spätestens dann merkt man als Lehrperson, dass irgendetwas nicht verstanden wurde oder die Schüler den Unterricht einfach nur zum Einschlafen öde finden. Aber allzu oft war dies in unserer Lektion zum Glück nicht der Fall.

R. wie auch ich möchten beide niemals Lehrerinnen werden. R. nicht, weil sie es schwierig findet eine ganze Klasse im Griff zu haben, man den einzelnen Schülern nicht ansehen kann, ob sie wirklich alles verstanden haben, und weil es mit den ganzen Vorbereitungen einfach ein sehr anstrengender Job ist. Ich möchte nicht Lehrerin werden, weil ich meiner Meinung nach nicht gut erklären kann und auch nicht immer optimal auf die Schülerantworten reagiere. Ich kann zum Beispiel nicht gleichzeitig zuhören, mitdenken und Lösungen einblenden bzw. nachschauen. Das verwirrt mich zu sehr.

Zettel Medio

Das Mediotheks-Team wertet den Verkehrte-Welt-Tag als Erfolg

 

Weitere Impressionen des Journalisten-Teams finden sich hier.

Eine Film-Crew hat den Tag zudem in bewegten Bildern festgehalten. Der fertige Film findet sich hier.

 

 

 

 

 

 

 

Schülerorganisation 2017/2018

Text von Debora Bucher und Jonas Schneider

Sommerzeit ist Ferienzeit, aber sie ist auch die Zeit der Verabschiedung und des Neubeginns, so auch bei der Schülerorganisation der Kanti Romanshorn (SO). Wir durften am Sommerfest 2017 Valeria Strataco, Maria Keller, Pauline Michael und Felix Ritzi verabschieden.
Ehemalige SO-MitgliederSie engagierten sich über zwei Jahre hinweg in unserer Schule und machten unseren Schulalltag lebendiger und abwechslungsreicher. Wir möchten uns noch einmal herzlich für ihr Engagement und für die gute Zusammenarbeit bedanken und wünschen ihnen alles Gute auf ihrem weiteren Weg.

In den letzten Wochen vor den Sommerferien wurden Bewerbungsgespräche für die Neubesetzung der SO durchgeführt. Wir gratulieren herzlich und heissen willkommen in der SO:

Neue SOKassiererin: Joëlle Simon, 2Fc
Mitglied: Diego Saragoni, 3Mz
Mitglied: Adina Rohner, 2Mb
Mitglied: Sibylle Ettmayer, 4Mb
Vizepräsidentin: Debora Bucher, 4Ms
Präsident: Jonas Schneider, 3Mz

 

 
Für viele von euch beginnt ein weiteres Jahr an der Kantonsschule; für andere ist es aber das erste Jahr. Deshalb möchten wir uns kurz vorstellen. Wir sind im Moment sechs Schüler und Schülerinnen, die die Interessen der SuS der Kanti Romanshorn vertreten und sich dafür einsetzen. Wir organisieren Veranstaltungen, kleine Überraschungen und versuchen so den manchmal «harten» Schulalltag aufzulockern. Habt ihr Ideen für Veranstaltungen? Stört euch etwas an der Schule? Habt ihr Verbesserungsvorschlägen oder möchtet ihr uns einfach Rückmeldungen geben? Wir freuen uns über jede Anregung, jeden Vorschlag und jede produktive Kritik. Für die SuS der ersten Klassen stehen wir natürlich auch für Fragen zur Verfügung. Ihr könnt gerne eine Nachricht in unserem «Briefkasten» bei den Klassenfächern hinterlassen oder uns einfach persönlich ansprechen. Auch sind wir über E-Mail und Facebook erreichbar. (@SO.KantonsschuleRomanshorn (Facebook), so@ksr.ch) Dort findet ihr auch noch genauere Informationen zu unseren Tätigkeiten.

Wir möchten besonders die SuS der ersten Klassen herzlich begrüssen und wünschen euch einen guten Start.

Fun und Action im Europapark

Text von Jonas Schneider, 2Mz, SO

Am 20. Mai 2017 organisierte die Schülerorganisation einen Ausflug in den Europapark nach Rust.
Der ereignisreiche Tag voller Fun und Action begann früh am Morgen und verlief reibungslos. Mit etwas Verspätung ist die Gruppe abenteuerlustiger Kantischülerinnen und Kantischüler im Europapark angekommen und die Stunden im Park vergingen dank Matterhornblitz, Silverstar und Co. wie im Flug.

Die Schülerorganisation möchte sich bei allen Teilnehmenden bedanken und freut sich bereits jetzt schon auf den nächsten Ausflug in den Europapark. Dann bestimmt mit einem vollen Car!

SO_Europapark_2017-05-20

Maturaarbeit mit zwei Preisen ausgezeichnet

Mit seiner Maturaarbeit “Analyse und Vergleich einer Erdwärmesonden-Anlage mit einer Ölheizung am Beispiel eines Mehrfamilienhauses” gewann Alex Brandes, Klasse 4Ms, bereits zwei Preise.

Zum einen wurde diese Arbeit von der “Ostschweizerischen Geographischen Gesellschaft” als beste Maturaarbeit auserkoren und vergangenen Montag öffentlich prämiert, zum anderen durfte Alex Brandes schon früher ein Preisgeld vom “Think Tank Thurgau“ in Empfang nehmen.

Wir gratulieren Alex Brandes herzlich für seine Leistung!

Alex Brandes hat sich einem hochaktuellen Thema gewidmet. Nachfolgend ein kurzer inhaltlicher Einblick:

„Die globale Erderwärmung muss und kann verlangsamt werden. Es müssen kostengünstige und doch effiziente Mittel gefunden werden, welche unsere Natur in Zukunft schonen können. Dabei haben die erneuerbaren Energien in den letzten Jahren eine führende Rolle übernommen.

Meine Arbeit bezieht sich ausschliesslich auf die Geothermie (ein Teilgebiet der erneuerbaren Energien). Anhand des Vergleichs einer Erdwärmensonden-Anlage mit einer herkömmlichen Ölheizung an einem konkreten Beispiel werden die Vor- und Nachteile der beiden Anlagen analysiert und ausgewertet. Im Fazit wird die Entwicklung unserer Heizungsbranche hier im Thurgau und auch in der Schweiz prognostiziert.

Im Grossen und Ganzen untersucht meine Arbeit, ob die Technik der regenerativen Energiequellen im Bereich Geothermie eine Chance hat, unsere Umwelt vor unnötigen Verschmutzungen zu schützen, um so dem globale Klimaproblem entgegenzuwirken.“

Portrait Brandes Alex

Alex Brandes, 4Ms